7 Psychotricks im Supermarkt und wie Sie sie vermeiden

Wer kennt das nicht: Man möchte nur kurz einen Liter Milch und eine Packung Nudeln kaufen – und plötzlich ist schon wieder der halbe Einkaufswagen voll. Wir haben für Sie die beliebtesten Psychotricks in Supermarkt und Kaufhalle entlarvt, die den Kunden dazu bringen, möglichst viel und möglichst teuer einzukaufen. Nutzen Sie unsere Tipps, um in Zukunft durch bewussteres Einkaufen jede Menge Geld zu sparen.


Supermarkt

1. Manipulation durch die Anordnung der Regale

Die Manipulation des Kunden fängt schon an, sobald man den Supermarkt betritt. Es herrscht eine angenehme Raumtemperatur, im Hintergrund läuft fröhliche Musik und bunte Angebote locken zu den Regalen. Die Regale sind dabei keineswegs zufällig angeordnet, sondern in einer Art Kreisform. Um Ihren Einkauf zu erledigen, müssen Sie zwangsweise beinahe den gesamten Laden durchqueren – und Ihnen begegnen unterwegs diverse Produkte, die zwar nicht auf dem Einkaufszettel standen, die aber dennoch den Weg in den Einkaufskorb finden. Verhindern lässt sich dieses Phänomen am besten, wenn Sie den Supermarkt bereits kennen und wissen, wo welches Produkt zu finden ist. Dann nämlich können Sie so gezielt wie möglich die Artikel einsammeln, die Sie tatsächlich kaufen wollten. Nicht nach links und rechts zu blicken fällt zwar schwer, ist aber eine reine Übungssache.

2. Verführerische Produktplatzierung

Kaufhalle

Nicht nur die Regale werden bewusst platziert, sondern auch die Produkte darin. Sicherlich wissen Sie, dass Artikel thematisch angeordnet sind. Zum einen erleichtert es Ihnen den Einkauf, dass sämtliche Backzutaten sich im selben Regal befinden. Zum anderen verführt dies jedoch zum Kauf, denn wenn man Nudeln kauft, ist es fast unmöglich, nicht auch gleich zur Tomatensauce zu greifen. Auch hier empfiehlt es sich, sich vor dem Griff ins Regal zu fragen, ob man das Produkt tatsächlich benötigt oder lediglich auf die cleveren Tricks des Supermarktes hereingefallen ist.

3. Große Einkaufswagen verlangen nach einem großen Einkauf

Jeder Supermarkt verfügt über Einkaufswagen, die man sich mithilfe einer Münze oder eines Kunststoffchips ausleihen kann. Was zunächst so wirkt, als würde es Ihnen den Einkauf lediglich erleichtern, ist jedoch ein gezielt eingesetztes Instrument der Supermärkte. Meist ist der Einkaufswagen sehr groß – sehr viel größer als der üblicherweise geplante Einkauf. Die Leere im Einkaufswagen soll Sie dazu motivieren, mehr einzukaufen, da es aufgrund der Größe so wirkt, als hätten Sie noch gar nicht viel gekauft. Um diesen Effekt zu verstärken, ist der Boden des Einkaufswagen schräg, sodass die Produkte automatisch in Richtung des Kunden rutschen und der Wagen aus Ihrer Perspektive noch leerer wirkt. Dem Einkaufswagen-Trick können Sie am besten entgegen wirken, indem Sie statt eines Wagen einen Korb verwenden. Wenn sie nur eine Hand voll Produkte kaufen möchten, verzichten Sie gänzlich auf eine Einkaufshilfe. Auf diese Weise kaufen Sie nur das, was Sie mit zwei Händen tragen können, und verzichten auf Spontangriffe.

Supermarkt

4. Vermeintliche Schnäppchen und Werbeaufsteller

Zwischen den Regalen und am Kopf der Regale befinden sich häufig Werbeaufsteller oder Aktionsregale. Diese stehen nicht zufällig mitten im Weg, denn sie sollen natürlich auf die Produkte aufmerksam machen und zum Kauf animieren. Selbiges gilt für vermeintliche Schnäppchen, die häufig mit einem auffälligen Preisschild am Regal versehen sind, beispielsweise in Form eines roten Schildes oder Hinweisen wie „Neu“, „Angebot“ oder „Beste Wahl“. Kunden greifen bewiesenermaßen besonders häufig zu Produkten, die mit auffälligen Etiketten versehen sind. Es muss sich dabei jedoch nicht um die günstigsten Artikel handeln. Versuchen Sie daher, dem Reiz zu widerstehen, sofort zuzugreifen, sondern vergleichen Sie, ob sich nicht an einem anderen Platz im Regal ein vergleichbares Produkt zu einem günstigeren Preis befindet.

5. Teure Produkte immer auf Augenhöhe

Ein weiterer Psychotrick der Supermärkte ist die Platzierung der Produkte im Regal. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass die Produkte, die sich auf Augenhöhe befinden, meist die teureren sind? Dies hat den einfachen Grund, dass Kunden gerne bequem einkaufen und sich nicht nach den Artikeln bücken möchten. Supermärkte nutzen dies aus und platzieren günstige Alternativen möglichst weit unten und weit am Rand der Regale. Bedenken Sie dies bei Ihrem nächsten Einkauf, denn Sie können einiges sparen, wenn Sie genau hinschauen und sich hin und wieder bücken.

6. Gerüche machen Lust auf mehr

Kaufhalle

Supermärkte sorgen dafür, dass alle Ihre Sinne angeregt werden. Mühsam gestaltete Aktionsaufsteller fürs Auge, leise Hintergrundmusik fürs Ohr – und angenehme Gerüche für die Nase. Dabei handelt es sich häufig gar nicht um natürliche Gerüche der Produkte, sondern um künstlich erzeugte Düfte, die Ihnen entgegenwehen. Wenn es im Gang mit den Süßigkeiten nach Schokolade duftet, wird vermutlich ein Aroma in die Luft gesprüht, dass in Ihnen die Lust nach Schokolade wecken soll. Diesem Trick zu widerstehen ist besonders schwer, weil Gerüche häufig nur unbewusst wahrgenommen werden. Versuchen Sie doch mal, in Ihrem Alltag verstärkt auf Gerüche zu achten. Schnell werden Sie feststellen, dass es an der Straße vor dem Bäcker auffällig nach frischen Brötchen und in der Drogerie nach blumigen Parfums duftet.

7. Vermeintlich kostenlose Probierstände

Ein sehr beliebter Verkaufstrick von Supermärkten ist es, Kostproben von Produkten anzubieten. Die Stände befinden sich mitten im Weg, sodass Sie zwangsläufig daran vorbeilaufen und von den Mitarbeitern angesprochen werden. Sicherlich freuen Sie sich, wenn Sie kostenlos eine fruchtige Marmelade, eine besondere Käsesorte oder eine frisch aufgeschnittene Ananas probieren dürfen. Worauf diese Kostproben abzielen, ist klar: Durch das kostenlose Häppchen sollen Sie auf den Geschmack kommen und das entsprechende Produkt kaufen – auch wenn es gar nicht auf Ihrem Einkaufszettel stand. Besonders schwierig zu widerstehen ist es, wenn ein Mitarbeiter an dem Stand steht, der Ihnen das Produkt persönlich präsentiert und Sie so zusätzlich manipuliert. Doch auch wenn es sich um ein Produkt handelt, das Sie tatsächlich kaufen wollten, können Sie ausgetrickst werden: Die am Probierstand angebotene Marmelade muss nicht zwangsweise die leckerste sein – und ist ganz bestimmt nicht die günstigste. Auch hier sollten Sie unbedingt aufpassen und Preise vergleichen.

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