Kredite mit und ohne Schufa-Auskunft: Das sollten Sie beachten

Kredite können eine gute Möglichkeit sein heiß ersehnte Wünsche zu erfüllen und dann „rückwärts“ zu sparen. Gerade für Autos, größere Renovierungen und Reisen nehmen die Deutschen gern Kredite auf – etwa jeder Vierte Haushalt in Deutschland macht von Ratenkäufen oder Privatkrediten Gebrauch. Manche Anbieter werben damit, Kredite auch ohne Schufa-Auskunft zu vergeben, die Konditionen können allerdings deutlich schlechter ausfallen.

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Was genau ist die Schufa überhaupt?

Bei der Schufa handelt es sich um die ehemalige Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, die sich heute schlicht Schufa Holding AG nennt. Geschäftszweck der Schufa ist es, für die Bonität von Privatpersonen und Firmen relevante Daten zu sammeln, die bei Bedarf abgefragt werden können. Insgesamt hat die Schufa Daten von mehr als 66,3 Millionen Menschen erfasst, also von etwa drei Vierteln aller Deutschen.

Wird ein Kredit beantragt, dann prüfen Banken in der Regel die Bonitätsauskunft der Schufa, um das Risiko des Kredites einschätzen zu können. Ein wichtiges Merkmal ist dabei das sogenannte Schufa-Scoring, welches sich aus dem bisherigen Zahlungsverhalten der jeweiligen Person ermittelt. Der Schufa-Score gibt mit einer Zahl zwischen 1 und 100 die statistische Wahrscheinlichkeit an, mit der der jeweilige Kunde seinen Kredit zurückzahlen wird. Die Zahl ist daher aus Sicht der Banken nicht nur wichtig um über die Kreditvergabe zu entscheiden, sondern auch um zu errechnen, welcher Betrag durch den Zins als „Sicherheitsrücklage“ für eventuelle Rückzahlungsausfälle erwirtschaftet werden muss.

Die wichtigsten Checks beim Kleingedruckten

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Wird Ihnen ein Kredit angeboten, dann sollten Sie sich den Vertrag und besonders die Konditionen natürlich genau durchlesen. Für manche Kunden, zum Beispiel wenn ein negativer Schufa-Eintrag vorliegt, kann ein Kredit ohne Schufa-Auskunft eine sinnvolle „zweite Chance“ sein, sich als zahlungsfähiger Kreditnehmer zu beweisen. Da das Risiko für Banken in solchen Fällen höher ist, sind allerdings auch die Zinskonditionen beziehungsweise die Gebühren für den Kredit deutlich höher. Interessenten sollten sich daher ganz genau informieren und neben dem Zinssatz auch versteckte Gebühren genau unter die Lupe nehmen. Der Nominalzins gibt dabei an, welchen Zins die Bank erhält, während der Effektivzins den nach allen Kosten tatsächlich gezahlten Zins beschreibt. Gerade bei langfristig angelegten Krediten sollten Sie außerdem prüfen, welche Kosten bei eventuellen frühzeitigen Rückzahlungen auf Sie zukommen könnten. Manche Banken bieten außerdem noch Nebenprodukte wie beispielsweise Kreditversicherungen an, die es sich lohnt in Erwägung zu ziehen.

So finden Sie die besten Kreditangebote

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Da schon ein halber Prozentpunkt weniger bedeuten könnte, dass Sie Monat für Monat bares Geld sparen, sollten Sie sich natürlich unbedingt ausreichend Zeit nehmen, um alle verfügbaren Angebote miteinander zu vergleichen. Im Netz finden Sie unzählige Vergleichsportale, die Ihnen diese Aufgabe sehr viel leichter machen. Suchen Sie je nach Präferenz nach Krediten mit oder ohne Schufa-Auskunft und machen Sie Angaben zur gewünschten Kreditsumme und Kreditlaufzeit, dann werden passende Angebote mit den jeweiligen Zinskonditionen gelistet.
In vielen Fällen ist es möglich einen Kreditantrag gleich online zu stellen, Sie sollten sich allerdings nicht scheuen auf den Kundenservice zuzugehen, um eventuelle Fragen zu klären. Ein guter, seriöser Anbieter wird Ihnen die Möglichkeit geben per Telefon, Brief oder Email in Kontakt zu treten und stellt Ihnen die allgemeinen Geschäftsbedingungen in Schriftform zur Verfügung. Sind Sie unsicher, welches Angebot für Sie persönlich das Richtige ist, dann können auch die Meinungen und Bewertungen anderer Kunden, die Sie im Internet oft sehr gut finden können, ein guter Anhaltspunkt sein.

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