Krisensituation Privatinsolvenz: 5 Wege aus der Schuldenfalle

Gerade in Zeiten, in denen Kündigungen nicht selten sind und neue Stellen nur begrenzt geschaffen werden, verschulden sich viele Menschen so sehr, dass ihnen die Situation über den Kopf wächst. Häufigen sich die Briefe von Gläubigern, dann ist eine Privatinsolvenz in vielen Fällen die beste Lösung. Wer dabei ehrlich bleibt, strategisch vorgeht und seine Finanzen ständig im Blick behält, kann es sicher schaffen sich wieder zu rehabilitieren und optimistisch in die Zukunft zu blicken.

Schulden

1. So können Sie durch eine ehrliche Bestandsaufnahme für Klarheit sorgen

Bevor Sie sich für eine Privatinsolvenz entscheiden, sollten Sie natürlich unbedingt prüfen, ob eine außergerichtliche Einigung nicht doch möglich wäre. Der erste Schritt, wenn die bestehenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllt werden können, ist daher der Gang zur Schuldnerberatung. Hier kann man Ihnen helfen sich einen guten Überblick über alle offenen Schulden zu verschaffen und mit den jeweiligen Gläubigern in Kontakt zu treten, um eine sinnvolle Lösung zu finden. Da Sie im Rahmen einer Privatinsolvenz Ihre gesamten finanziellen Verhältnisse der letzten drei Jahre offen legen müssten, sollten Sie an dieser Stelle am besten schon einmal über verwertbare Güter nachdenken und sich darauf einstellen, alle wichtigen Posten schriftlich nachweisen zu müssen.
Erstellen Sie am besten eine detaillierte Liste all Ihrer Verbindlichkeiten und fordern Sie bei Ihren Gläubigern Aufstellungen an, wenn Ihnen etwas unklar ist. Dabei sollten Sie natürlich genau prüfen, ob die Forderungen auch wirklich rechtmäßig sind. Da auch das Insolvenzverfahren selbst Kosten mit sich bringt, sollte es natürlich nach Möglichkeit vermieden werden.

2. Versuchen Sie faire Kompromisse zu finden

Privatinsolvenz

Egal ob Sie sich letztlich für eine Privatinsolvenz entscheiden oder nicht – spielen Sie unbedingt mit offenen Karten und sparen Sie eisern, dann können Sie Ihre Schulden schnellstmöglich mindern und nachts wieder gut schlafen. Mit Ihren Gläubigern in Kontakt zu treten und Ihre Situation offen darzulegen sollten Sie außerdem auf keinen Fall aufschieben, sonst laufen Sie Gefahr zusätzlich noch Mahngebühren zahlen zu müssen.
Im ersten Schritt sollte versucht werden, eine außergerichtliche Einigung durch einen sinnvollen Schuldenplan zu vereinbaren. Hier müssen Sie natürlich alle Aspekte Ihrer finanziellen Situation offen legen und glaubhaft machen, dass Sie wirklich an einer Rückzahlung interessiert sind. Haben Sie verwertbares Vermögen wie beispielsweise einen Wagen, dann müssen Sie diesen natürlich verkaufen, um Ihre Schulden begleichen zu können.
Ist eine Privatinsolvenz trotz aller Bemühungen unumgänglich, dann wird im nächsten Schritt das Amtsgericht eingeschaltet, welches dann noch einmal versucht eine gütliche Regelung zu finden. Stimmen mehr als die Hälfte der Gläubiger dem Tilgungsplan zu, dann kann eine sogenannte Restschuldbefreiung angeordnet werden, Sie unterliegen allerdings dennoch der Wohlverhaltenspflicht. Kommt dies nicht zustande, dann müssen Sie sechs Jahre lang den pfändbaren Teil Ihres Einkommens an einen Treuhänder übergeben, der das Geld dann fair an die unterschiedlichen Gläubiger verteilt. Einen Wohnungs- oder Jobwechsel müssen Sie in dieser Zeit immer anmelden. Halten Sie sich an alle Auflagen, dann werden Sie allerdings nach sechs Jahren als schuldenfrei erklärt, auch wenn Sie Ihre Schulden noch nicht komplett zurückzahlen konnten.

3. Nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch

Schulden

Wer sich schnellstmöglich aus der Schuldenfalle befreien möchte, sollte sich nicht scheuen jede verfügbare Hilfe anzunehmen. Professionelle Beratungsstellen, die Sie zu Ihren rechtlichen Möglichkeiten beraten können, gibt es überall im Land. Leben Sie nicht in der Nähe einer größeren Stadt, dann kann eine telefonische Beratung ein sinnvoller erster Schritt sein.
Werden Sie von einem Inkassobüro kontaktiert, dann sollten auf keinen Fall ohne vorherige Beratung eine Schuldanerkennung unterschreiben. Oftmals versuchen Unternehmen auf diese Weise saftige Gebühren aufzuschlagen, die nicht rechtmäßig sind. Ein Experte kann Ihnen in solchen Fällen helfen Wiederspruch einzulegen und alternative Vorschläge zu machen.

4. Ein Nebenjob als Hilfe aus der Schuldenfalle

Auch wenn Sie Ihre Freizeit lieber für sich allein hätten – ziehen Sie einen Nebenjob, wenn möglich, unbedingt in Erwägung. Auch wenn Sie pro Monat nur einen kleinen Betrag dazuverdienen können, kann dies doch helfen Ihre Schulden schneller zu mindern. Soll es eine flexible Tätigkeit von zu Hause aus sein, dann sind beispielsweise Meinungsumfragen oder Tätigkeiten als virtueller Assistent eine gute Möglichkeit. Denken Sie allerdings daran, dass Sie sich bei einer Privatinsolvenz bei Arbeitslosigkeit für eventuelle Jobangebote bereithalten müssen. Daher ist es unbedingt sinnvolle eventuelle Jobs offen anzumelden und die möglichen Konsequenzen für Ihren Rückzahlungsplan zu besprechen.

5. Eisern sparen um den Schuldenberg zu mindern

Nehmen Sie Ihren Alltag am besten genau unter die Lupe und überlegen Sie, gegebenenfalls zusammen mit Ihrer Familie, wo es noch Einsparpotenzial gibt. Gerade regelmäßige Ausgaben wie Lebensmittel, Wohnung und Transport sollten kritisch geprüft werden, so dass am Ende des Monats mehr Geld übrig bleibt, mit dem Sie Ihre Schulden tilgen können. Im Netz finden Sie etliche Blogger, die sich auf Sparmöglichkeiten und Tipps im Bereich Finanzen spezialisiert haben – Sie werden sicher noch die ein oder andere Inspiration finden können.

schreibt für UmfragenVergleich. Ihr könnt sie über Twitter oder Facebook erreichen.