Mehr Geld verdienen durch Spezialisierung: So finden Sie Ihre Nische

Ob in der Presse, im Fernsehen oder im Internet: Wenn es darum geht, gute Ratschläge und Tipps zu geben oder Zusammenhänge zu erklären, sind stets "Experten" gefragt. Der Grund liegt auf der Hand: Diese Experten haben sich lange Zeit ganz spezifisch mit einem bestimmten Thema beschäftigt und wissen daher mehr darüber als alle anderen. Sie sind Spezialisten in ihrem Fach.


Freelancer
Dies kann umfangreiches Wissen zu bestimmten Themengebieten wie dem Einsatz erneuerbarer Energien im neugebauten Eigenheim oder Silbermünzen aus den Kleinstaaten der italienischen Renaissance im 15. und 16. Jahrhundert sein. Auch Handwerker haben sich oft spezialisiert: Der eine ist absoluter Experte in der Herstellung filigraner Silberfassungen für Edelsteine, der andere kennt sich hervorragend mit komplizierten Uhrwerken aus.

Warum Spezialisten stets gefragt sind

Auch im Hobbybereich gibt es viele Spezialisten: Fast jeder hat im Bekanntenkreis den einen Experten, der um Hilfe gebeten wird, wenn es zuhause Probleme mit dem Computer gibt. Ein anderer ist für seinen grünen Daumen bekannt und wird gerufen, wenn die Blumen im Garten nicht gedeihen oder weil von ihm seltene Pflanzen aus der Hobbyzucht zu bekommen sind, die selbst im Gartencenter nicht verfügbar sind. Dabei gilt: Je höher die Spezialisierung, umso größer ist die Nachfrage nach diesen Experten.
In fast jeder Branche gibt es Möglichkeiten, die eigenen Kenntnisse durch Weiterbildungen auszubauen und sich über Jahre hinweg zu einem echten Spezialisten zu entwickeln, der dann Anfragen aus ganz Deutschland erhält. Allerdings gehört dazu auch viel Energie und viel Durchhaltevermögen.

So finden Sie Ihre Spezialisierung

Maler

Zunächst gehen wir davon aus, dass Sie einen Beruf gewählt haben, in dem Sie sich wohl fühlen. Wenn Sie bei der Berufswahl auf Nummer sicher gehen wollten und sich für eine Beamten-Laufbahn beim örtlichen Finanzamt entschieden haben, wo Sie nun seit zehn Jahren Dienst nach Vorschrift machen, ist natürlich nicht viel Spielraum vorhanden. Obwohl es durchaus auch hier Chancen zur Spezialisierung in bestimmten Steuerbereichen gibt. Dann sind Sie die Experte, der jedes Mal bei verzwickten Fragen um Hilfe gebeten wird.


Aber wenn Sie sich zum Beispiel für eine Karriere in der IT entschieden haben und als Software-Entwickler arbeiten wollen, haben Sie im Studium verschiedene Programmiersprachen kennengelernt und sich dann möglicherweise auf Java spezialisiert. So weit, so gut. Aber Java-Programmierer gibt es wie Sand am Meer. Wer sich dann auf Stellenanzeigen bewirbt oder als Freelancer um Aufträge, muss mit zahlreichen anderen Entwicklern konkurrieren. Wer jedoch hochspezialisiert in bestimmten Bereichen ist, lässt einen großen Teil der Konkurrenz hinter sich. Natürlich gibt es dann entsprechend weniger potenzielle Jobs, die genau auf das eigene Profil zutreffen, doch wenn es dann klappt, sind auch gleich üppige Löhne für den gefragten Spezialisten drin.

Spezialisierungen in der Heimarbeit

Lippenstift
Diese Beispiele betreffen Sie nicht, weil Sie ja schließlich nur in Heimarbeit etwas nebenbei verdienen möchten? Hier sieht es letztendlich nicht anders aus. Nehmen wir die beliebten Zuverdienstmöglichkeiten im Internet, zum Beispiel als Blogger oder Vlogger bei Youtube. Es gibt zum Beispiel unzählige Youtube-Kanäle, auf denen (vor allem) junge Frauen Schminktipps und Modetipps geben. Jemand, der neu bei Youtube startet, hat kaum eine Chance, aus dieser Masse herauszustechen - zumindest, solange es sich um typische Mainstreamsachen handelt.
Wer sich spezialisiert, erreicht zwar ein weit kleineres Zielpublikum, doch letztendlich ist es sinnvoller, 2.000 treue Follower bei Youtube mit einem Nischenthema zu haben und nur langsam zu wachsen, als in der riesigen Mainstreammasse mitzuschwimmen und teilweise nur 200 Views für ein Video zu haben.

Machen Sie das Hobby zum Expertenthema!

Handy

Vielleicht lieben Sie die "Roaring Twenties" mit ihren Charleston-Kleidern und Bubikopf-Frisuren: Dann spezialisieren Sie sich darauf, in Ihren Youtube-Beiträgen über die 20er zu sprechen: Stellen Sie tolle Vintage-Kleider vom Flohmarkt vor, geben Sie Schminktipps oder erklären Sie Ihren Zuschauern wie ein authentisches Abendessen bei der 20er-Jahre-Party auszusehen Im Laufe der Zeit können Sie die Spezialisierung noch weiter treiben und vielleicht sind Sie irgendwann DER Experte im Land für die Mode der 20er Jahre in verschiedenen deutschen Großstädten.
Ein weiterer Bereich im Internet, der mindestens genauso überlaufen ist wie die Mode, ist das Reisen. So bringt es gar nichts, einen Blog zu betreiben, in dem Sie ganz allgemein über Ihre sechsmonatige Backpacker-Tour in Südostasien berichten oder eine Website "Mallorca, meine Lieblingsinsel" aufzubauen. Hier sind ebenfalls Experten gefragt. Selbst für Mallorca gibt es noch ausreichende Nischen: Schreiben Sie über die Geschichte der Insel zur Zeit des Königreiches Mallorca und wo sich auf der Insel noch Spuren davon finden lassen, referieren Sie über König Jaume II de Mallorca oder über die Klassiker der katalanischen Literatur im 20. Jahrhundert und wo Leseratten die Schauplätze in Palma und anderswo finden.

Experten gibt es überall

Das Internet ist natürlich die beste Möglichkeit, Menschen in ganz Deutschland (und darüber hinaus) anzusprechen, die auf der Suche nach Ihrem Expertenwissen sind. Doch auch "offline" zahlen sich Spezialisierungen aus. Wenn Sie zum Beispiel gerne stricken, könnten Sie auf dem Flohmarkt den sechsten Stand eröffnen, der bunte Schals und Mützen verkauft. Sie können Sich aber auch auf ganz bestimmte Dinge spezialisieren und ganz außergewöhnliche Dinge stricken: Warme Pullover für Fußballfans zum Beispiel, die den Trikots der Lieblingsmannschaft täuschend ähnlich sehen oder kleine Tragetaschen aus den Tonbändern dutzender nicht mehr gebrauchter Musikcassetten. Auch hier heben Sie sich als Spezialistin für außergewöhnliche Dinge von der Masse ab und werden mehr Geld verdienen, weil Sie Dinge anbieten, die sonst niemand hat.

schreibt regelmäßig für UmfragenVergleich.