Der Traum – ein Nebenjob als Model

Während der Traum von der ganz großen Modelkarriere zwar ziemlich unrealistisch ist, gibt es auch für Normalsterbliche im Bereich Werbung doch etliche Möglichkeiten als Model etwas dazuzuverdienen. Wer offen ist, gern mit Menschen arbeitet und sich gut verkaufen kann, sollte diese Branche nicht außer Acht lassen!

Welche Jobs kann man am ehesten ergattern?

Als Model arbeiten

Beim Thema Mode denken die meisten Menschen natürlich zuerst an „Germany`s next Topmodel“, Heidi Klum und internationale Laufstege. Dabei gibt es viel mehr Bereiche, in denen Tag für Tag Hunderte von Models gebucht werden. Kataloge, Broschüren, Websites und andere Werbeartikel brauchen ebenfalls aussagekräftige Gesichter um sich besser zu verkaufen. Supermodels währen hier natürlich fehl am Platz, gebraucht werden „normale“ Menschen, die Ausstrahlung haben und sympathisch sind – eine super Chance also um als Model etwas dazuzuverdienen.
Ebenfalls denkbar sind Komparsenrollen in Werbefilmen, für die ebenfalls ständig neue Gesichter gebraucht werden. Wer im Moment noch wenig Erfahrung hat, sollte seine Netze natürlich besonders weit ausbreiten und gründlich recherchieren, welche Möglichkeiten es in der erreichbaren Nähe des Wohnortes gibt.


Als Model arbeiten

Wo bewirbt man sich am besten?

Wer bisher nur wenig oder keine Erfahrung mitbringt, der sollte am besten nach Castingagenturen Ausschau halten, die sich auf Katalogmodels, Kleindarsteller und Statisten spezialisieren. Sie finden sich in fast allen deutschen Städten und natürlich im Netz – in manchen Fällen ist es möglich, gute eigene Bilder für einen ersten Eindruck einzusenden bevor man sich persönlich vorstellt. Einfache Schnappschüsse sollten es natürlich lieber nicht sein, gute Aufnahmen in neutraler Kleidung vor einem schlichten Hintergrund sind besser. Besteht Interesse, dann wird man in der Regel in ein Studio eingeladen damit professionellere Bilder gemacht werden können. Vorsicht vor Betrügern – werden große Aufträge versprochen, nachdem man Hunderte von Euros für „Testaufnahmen“ hinlegen musste, dann sollte man natürlich unbedingt skeptisch werden. Außerdem macht es natürlich Sinn, sich bei so vielen Agenturen wie möglich zu bewerben um die Chancen eines Bookings für einen Modelauftrag zu steigern. Auch im Bereich Social Media sollte man Ausschau halten – oft werden Facebook, Twitter und Co von Agenturen genutzt um Casting-Calls zu veröffentlichen.
Viele Menschen glauben leider zu Unrecht, dass es sich lohnt, sich direkt bei größeren Mode-Firmen wie H&M oder Otto zu bewerben, dabei werden Models auch von ihnen immer direkt über Agenturen gebucht. Wer ganz großes Glück hat, kann natürlich theoretisch auch auf der Straße „entdeckt“ werden. Zwar gibt es noch immer Model-Scouts, die in Großstädten die Augen nach neuen Gesichtern aufhalten, die Chancen auf diese Weise einen Modeljob zu bekommen sind allerdings sehr gering.

Modeln

Braucht man wirklich Model-Maße?

Gott sei dank nicht! In vielen Bereichen außerhalb der Laufstege geht es vielmehr darum, besondere Typen zu zeigen, die sympathisch sind und zu den jeweiligen Produkten oder Dienstleistungen passen. Im Bereich Wellness und Yoga zum Beispiel werden also besonders fitte, gesund aussehende Frauen gesucht während Computerspiele eher mit jungen, hippen Typen vermarket werden. Viel wichtiger als 90-60-90 Maße sind daher Ausstrahlung und Offenheit. Wer sich bewirbt, sollte allerdings gepflegt rüberkommen und zum Casting am besten ein paar sehr unterschiedliche Outfits mitbringen, um Vielfältigkeit zu zeigen. Starkes Make-up oder grelle Fingernägel sind hier eher fehl am Platz.
Auch bei Haaren, Augenfarbe und Größe werden natürlich unterschiedliche Typen gefragt, schließlich soll mit der Werbung ja ein vielfältiges Publikum angesprochen werden. Während für „normale“ Werbung für Kleidung meist schlanke Menschen gesucht werden, gibt es durchaus auch Nachfrage für Models, die größere Konfektionsgrößen tragen. Etliche Hersteller bieten heute schließlich Sonderlinien an, die ab Größe 46 beginnen oder für besonders kleine oder große Menschen geschneidert sind. Manche Agenturen spezialisieren sich zum Beispiel auch auf ältere Menschen, Kinder oder Sportmodels, dort nachzufragen kann sich also auf jeden Fall lohnen.

als Fotomodell arbeiten

Und was kann man dabei verdienen?

Je nach Auftrag kann die Bezahlung für Modeljobs verhältnismäßig sehr gut sein, dafür kann man allerdings nicht mit einem regelmäßigen Einkommen rechnen. In den meisten Fällen wird man für halbe oder ganze Tage gebucht – man muss sich also in dieser Zeit am Set bereithalten und kann durchaus ein Buch mitbringen oder über Kopfhörer Musik hören, wenn man nicht gebraucht wird. Gerade wenn mehrere Models am Set sind, können sich lange Wartezeiten ergeben bis endlich geknipst wird. Tagesgagen beginnen für neue Models bei etwa 100 Euro, mit mehr Erfahrung, einem bestimmten Talent oder bei einem besonders großen Auftrag kann man allerdings auch bis zu 700 Euro pro Tag verdienen.