Wie sicher ist Heimarbeit?

Traditionelle Heimarbeit, wie beispielsweise das Zusammenbauen von Kugelschreibern oder das Kleben von Kuverts, gibt es kaum noch und falls doch, ist sie wenig lukrativ. Heutzutage findet man Heimarbeit eher im Internet und die traditionellen handwerklichen Heimarbeiten werden in sogenannte Billiglohnländer ausgelagert.

Stirbt traditionelle Heimarbeit aus?

Wer von Heimarbeit redet, der denkt an einen gemütlichen Abend zu Hause in der warmen Wohnung, alle sitzen um den Tisch und gemeinsam verdient man sich, zum Beispiel durch das Montieren von kleinen Dingen, etwas zum Lebensunterhalt dazu. Das ist kurzweilig und macht sogar noch Spaß. Man hat mal wieder Zeit zum Reden und Erzählen. Dieses Idealbild der traditionellen Heimarbeit entspricht schon lange nicht mehr der Realität. Heutzutage ist es billiger, Dinge in einer Fabrik zusammenbauen zu lassen und Angebote, die ebensolche Heimarbeit gegen Vorkasse versprechen sind oft hinterhältige Abzocke.

Sichere Heimarbeit durch zeitgemäße Arbeit

Heute wird die Heimarbeit meist am PC geleistet. Auch hier gibt es einige dubiose Anbieter und auch hier werden Vorleistungen verlangt. Finger weg von solchen Angeboten! Achtung ist auch geboten, wenn die Auftraggeber unnötig viele Daten von einem verlangen. Der Datenhandel ist zu einem sehr lukrativen Geschäft geworden. Also achte darauf, dass Du beim Erstkontakt nur eine E-Mail-Adresse hinterlässt. Telefonnummer, Anschrift oder gar Kontoverbindungen sollten am Anfang tabu sein.

Um herauszufinden, ob der Anbieter einen guten Ruf hat, ist es ratsam, sich über das Internet zu informieren. Zahlt ein Auftraggeber nicht pünktlich, wirst Du sicher Bemerkungen von Betroffenen finden können. Auch Suchmaschinen wie Google oder Yahoo sind eine hervorragende Quelle, um herauszufinden, ob ein Anbieter seriös und sicher ist. Dazu einfach den Namen der Firma und das Wort „Erfahrungen“ in die Suchmaske eingeben und schauen, was an Ergebnissen hochkommt.

sichere Heimarbeit

Es gibt online viele unterschiedliche Tätigkeiten, die für ungeschulte Personen gut auszuführen sind. Beim e-Marketing werden immer Menschen gesucht, die sich für Klicks auf verschiedene Webseiten bezahlen lassen, oder die Werbemails entweder lesen oder diese weiterleiten. Die Bezahlung richtet sich hier immer nach der Anzahl der Klicks. Für diese werden allerdings nur minimale Centbeträge bezahlt und es dauert recht lange, bis man einen sehenswerten Betrag zusammengespart hat, um ihn auszahlen zu lassen.

Anders dagegen sieht es beim Posten oder beim Bloggen aus, oder wenn man an großen Umfragen teilnimmt. Dort wird dann schon auch etwas mehr bezahlt, was sich über den Monat zu einem schönen Eurobetrag ansammeln kann. Eine weitere Variante sind Bürotätigkeiten wie zum Beispiel Schreibarbeiten, Recherchen oder die Erfassung von Daten. Wer kreativ ist, der kann mit dem Schreiben von Texten sein Geld verdienen.

Welche Internettätigkeiten sind sicher?

Wer einer sicheren Internettätigkeit nachgehen möchte, der sollte darauf achten, dass moderne Arbeitsinhalte geboten werden und klare Bedingungen zwischen den Vertragspartnern herrschen. Reich kann hier keiner werden, aber man kann mit etwas Geschick eine schöne Summe verdienen, die zum Lebensunterhalt beitragen kann. Große Versprechen über riesige Gewinne sollte man ignorieren. Diese Art von Heimarbeit gibt es definitiv nicht. Auch Provisionen für Verkaufstätigkeiten gehören nicht zur sicheren Heimarbeit. Hier kann man höchstenfalls über Freunde etwas verkaufen. Diese Freunde könnten dann aber auf Dauer verloren sein.

Voraussetzungen für sichere Heimarbeit

Heimarbeit ist eine freiberufliche Tätigkeit bei freier Zeiteinteilung. Meist sind die Freiberufler für mehrere Auftraggeber tätig. Voraussetzung für eine freiberufliche Tätigkeit im Internet ist, dass der Arbeitnehmer volljährig ist. Die Arbeitsmittel (z.B. Computer, Internetanschluss, Telefon) muss der Auftragnehmer selbst stellen. Er sollte, auch wenn er sich im Ausland aufhält, über ein deutsches Bankkonto verfügen. Die Kommunikation läuft in den meisten Fällen über E-Mail oder Skype.

Der Arbeitgeber muss einen seriösen Hintergrund haben. Er kann auch einen Firmensitz im Ausland haben. Du kannst am besten erkennen, ob es sich um eine offizielle Firma handelt, wenn du Dir die Internetseite ansiehst. Dort sollten viele Informationen über die Firma zu finden sein, zum Beispiel wann das Unternehmen gegründet wurde, wer Geschäftsführer ist und wo die Firma angemeldet ist.

Firmen die Aufwandsentschädigungen verlangen oder für irgendwelche Produkte Vorkasse, sind unseriös. Lernmaterialien werden den Auftragnehmern kostenlos zur Verfügung gestellt und das Aufgabengebiet wird klar definiert. Es gibt eine vertragliche Vereinbarung, die die Rahmenbedingungen und den Verdienst für die Zusammenarbeit festlegen. Ein seriöser Auftraggeber bezahlt immer rechtzeitig.

Versicherung und Steuern bei der Heimarbeit

Nebenverdienste unterliegen bis 450 Euro nicht der Lohnsteuer. Der Auftragnehmer ist für die Versteuerung seiner Einkünfte selbst verantwortlich. Auch für einen entsprechenden Versicherungsschutz muss er Sorge tragen. Freiberufler haben den Vorteil, dass Sie ihr Arbeitsequipment steuerlich absetzen können.

Falls Du einen festen Job hast, darf dein Nebeneinkommen durch Heimarbeit das Einkommen deiner Haupttätigkeit nicht übersteigen. Andernfalls kommen zusätzliche Kosten in der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung auf Dich zu. Im Falle einer Haupttätigkeit sind auch die Arbeitsplatzmaterialien nicht absetzbar. Wer nebenberuflich über sein Einkommen im Hauptberuf hinauskommt, der muss die Kranken- und Pflegeversicherungen zu 100 Prozent selbst tragen. Der Arbeitgeber aus dem Hauptjob zahlt dann nur noch die Beiträge zur Rentenversicherung.

Wenn all diese Punkte beachtet werden, geht es eigentlich nur noch darum, eine Heimarbeit zu finden, die dir Spaß macht. Wie wäre es zum Beispiel mit diesen Vorschlägen für seriöse Heimarbeit?



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