Die 10 besten Schülerpraktika

Ein Schülerpraktikum ist für Schüler eine wichtige Methode um Einblicke in den Berufsalltag zu gewinnen und so eine Vorstellung vom zukünftigen Traumjob zu bekommen. Andere Schüler nutzen verschiedene Schülerpraktika um überhaupt eine Entscheidung über die berufliche Zukunft zu finden und wieder andere freuen sich einfach über die Abwechslung vom Schulalltag.
Das Schülerpraktikum bietet gleich mehrere Vorteile: Neben dem Einblick in die Arbeitswelt der Erwachsenen erhalten Schüler oft sogar ein kleines Taschengeld als Lohn für ihre Arbeit und wer einen guten Eindruck hinterlässt, erhöht seine Chancen auf einen späteren Ausbildungsplatz in der gleichen Firma.

Schülerpraktikum finden

Wissenswertes zum Schülerpraktikum

In den Haupt- und Realschulen stehen verpflichtende Schülerpraktika meist in der 9. und 10. Klasse auf dem Plan. Sie sollen den Schülern die Entscheidung für eine berufliche Laufbahn erleichtern und bieten ihnen zudem die Chance, durch einen guten Eindruck während des Praktikums gleich einen Ausbildungsplatz im jeweiligen Unternehmen zu finden. In den Gymnasien werden manchmal ebenfalls schon in der Mittelstufe Schülerpraktika ermöglicht, doch in der Regel wird den Praktika hier erst in der 10. und 11. Klasse Platz im Stundenplan eingeräumt. So können die Schüler ihre beruflichen Interessen überprüfen und ihre Leistungskurse und Abiturfächer gegebenenfalls noch anpassen.

Die beliebtesten Branchen für Schülerpraktika

Die folgenden zehn Branchen/Berufe stehen bei Schülerpraktika auf der Wunschliste meist ganz weit oben:

  • 1. Tiermedizin
  • 2. Medizin
  • 3. IT/Software
  • 4. Banken
  • 5. Marketing
  • 6. Medien
  • 7. Design
  • 8. Verwaltung
  • 9. Industrie
  • 10. Einzelhandel
Dass die Tiermedizin so weit oben steht, verwundert wenig. Zahllose Kinder und Jugendlich lieben ihre Haustiere und beschäftigen sich intensiv mit ihrer Pflege und ihrem Wohlergehen. Wie die tägliche Arbeit eines Tierarztes aussieht, können sich indes nur wenige vorstellen, die einmal pro Jahr zur Impfung mit dem Hund vorbeischauen. Ein Schülerpraktikum ist daher der ideale Weg um Jugendliche mit den Realitäten dieses Berufes vertraut zu machen.

Das gleiche gilt auch für die Humanmedizin: Der Arztberuf wird wie kaum ein anderer von Klischees geprägt, an denen das Fernsehen nicht unschuldig ist. Auch hier ist ein Schülerpraktikum hilfreich um den Arbeitsalltag in einer Hausarztpraxis oder in einem Krankenhaus mitzuerleben und hautnah zu sehen, dass die charmanten McDreamys aus dem Fernseher in der Realität Mangelware sind.

Irgendwas mit Medien: Hinter den Kulissen lauert die Realität

Zwar stehen die Medien nicht mehr ganz so hoch im Kurs wie vor einigen Jahren als "irgendwas mit Medien" zum geflügelten Wort für eine ganze Generation wurden, doch immer gehören Schülerpraktika bei Fernseh- und Radiosendern, in Redaktionen und Verlagen und in anderen Medienhäusern zu den beliebtesten überhaupt. Kulissenluft im Fernsehstudio schnuppern oder in der Redaktion die ersten eigenen Artikel verfassen ist in jedem Fall ein aufregendes Erlebnis. Zugleich lernen fernsehbegeisterte Schüler hier schnell die Realität hinter dem Glamour kennen. Das gleiche gilt auch für ähnliche attraktive Branchen wie PR/Marketing und Design, deren Bild häufig von Fernsehserien oder Romanen geprägt wird und bei denen der Berufsalltag ebenfalls nicht viel mit diesem Image zu tun hat. Die beliebtesten Praktika für Schüler

Endstation Sehnsucht der Computerfreaks: Software/IT

Wer mit 14 zuhause schon die ersten Apps programmiert hat, kann es kaum erwarten, die Schule zu beenden und als Programmierer oder Entwickler Geld zu verdienen. Schülerpraktika in der IT-Branche sind für viele Computerfreaks der ideale Einstieg um Kontakte zu knüpfen und sich einen Ausbildungsplatz zu sichern oder einen Nebenjob neben Schule und Studium. Andere werden vielleicht merken, dass der Alltag in einem Software-Unternehmen weit weniger spannend ist als das Zocken an der Konsole zuhause und ihren Berufswunsch noch einmal überdenken.

Die Klassiker: Banken, Verwaltung, Industrie & Co.

Viele Schüler, die sich über ihre berufliche Laufbahn noch unschlüssig sind, machen sich die Entscheidung leicht: Sie treten ein Schülerpraktikum im Betrieb ihres Vaters oder ihrer Mutter an. Mit etwas Glück dürfen sie dann im Lager kräftig mit anpacken oder eigenständig Kundenanfragen am Telefon beantworten, doch vielfach kommt es hier auch zum typischen Praktikantenalltag, der aus Kaffeekochen, Ordner sortieren und Belege abheften besteht. Dann kann es hilfreich sein, selbst aktiv zu werden und um geistig anspruchsvollere Tätigkeiten zu bitten.

Der Einzelhandel ist ein oft übersehenes spannendes Tätigkeitsfeld für Schülerpraktika: Gerade kleine Ladenbesitzer, die sich kaum Mitarbeiter leisten können, sind froh über die kostenlose Hilfe der Schülerpraktikanten. Sie binden die Jugendlichen oft stark in den Arbeitsalltag ein, lassen sie alleine Kunden beraten und erklären ihnen wichtige Aufgaben wie die Buchhaltung oder die Lagerverwaltung. So mancher Teenager entdeckt bei einem solchen Schülerpraktikum erst seine Veranlagung als begnadeter Verkäufer und plant die eigene Selbständigkeit!

Arbeiten als Schüler

So klappt die Bewerbung fürs Schülerpraktikum

Ob und in welcher Branche es mit dem Schülerpraktikum klappt, hängt von vielen Umständen ab. Vielfach sind nicht die Bewerbungen ausschlaggebend, sondern die Kontakte der Eltern. Spielt Papa regelmäßig mit dem Tierarzt Tennis, ist es ein leichtes für ihn, seiner Tochter einen Praktikumsplatz zu verschaffen. Arbeitet die Tante bei einem Fernsehsender, kann sie dem Sohn einen begehrten Praktikumsplatz beim Sender verschaffen um Medienluft zu schnuppern.

Doch auch ohne Vitamin B lässt sich mit Energie und Kreativität ein gutes Praktikum finden. Eigeninitiative zahlt sich hier besonders aus, zum Beispiel durch das Aufstöbern potenzieller Ansprechpartner im Internet, die dann per E-Mail oder Facebook direkt kontaktiert werden. Je nach Branche kann es auch sinnvoll sein, mit dem Lebenslauf und einem Schulzeugnis in der Hand von Tür zu Tür zugehen und sich persönlich bei den Tierärzten oder in den Arztpraxen vor Ort vorzustellen, bei Einzelhändlern in der Haupteinkaufsstraße oder in der Redaktion des Lokalblattes.

schreibt regelmäßig für UmfragenVergleich.